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AED - Frühdefibrillation

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AED - Frühdefibrillation

Schätzungsweise rund 140 000 Menschen sterben jährlich an plötzlichem Herztod. Das sind fast 400 Personen täglich.
In 90 Prozent der Fälle geht dem Herzstillstand eine akute Herzrhythmusstörung, das sogenannte Herzkammerflimmern voraus. Nur sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen können den Tod des Patienten verhindern.
Wirksamste Methode der Wiederbelebung ist die elektrische Defibrillation, ein Stromstoß auf den Körper des Betroffenen.
Da bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wichtige und wertvolle Zeit verloren vergeht, sterben viele Menschen, obwohl sie durch entsprechend schnell eingeleitete Maßnahmen hätten gerettet werden können. Nach Einschätzung von Experten steigen die Überlebenschancen bei rechtzeitiger Defibrillation um 30 Prozent.
Aus diesem Grunde erweitert das Deutsche Rote Kreuz in Rheinland-Pfalz seine Angebote in Erster Hilfe und wird zukünftig Lehrgänge zur Frühdefibrillation durchführen. Das neue Angebot richtet sich vor allem an Unternehmen und Betriebe mit hohem Publikumsverkehr, z.B. Banken, Behörden, Versicherungen, Hotels. Ziel des DRK ist es, nicht-ärztliches Personal auszubilden und damit ein wichtiges Glied in der Rettungskette zu stärken. Die einfache Handhabung der Geräte trägt diesem Anliegen in besonderem Maße Rechnung.

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Termine

Diese Kurse werden für Sie individuell geplant. Fragen Sie unverbindlich bei uns an.

Kosten

Teilnahmebescheinigung erhalten Sie am Ende des Lehrgangs gegen eine
Teilnehmergebühr von 40,00 €

Wissenswertes

40 bis 50 Prozent der betroffenen Patienten weisen Kammerflimmern auf

  • Etwa 40 - 50 Prozent der Patienten, die vom Rettungsdienst wiederbelebt werden, weisen bei der ersten EKG-Rhythmusanalyse "Kammerflimmern" auf. Es handelt sich hierbei um eine Herzrhythmusstörung, bei der die Muskulatur des Herzens so unkoordiniert arbeitet, dass die Herzmuskelfasern sich ungleichmäßig zusammenziehen, der Herzmuskel insgesamt "flimmert". Infolge dessen wird kein Blut mehr gepumpt, es kann kein Puls mehr getastet werden. Der Patient ist klinisch tot.

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Defibrillation ist die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns

  • Die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns ist die sofortige elektrische Defibrillation, unterstützt von den Basismaßnahmen der Wiederbelebung (Atemspende, Herz-Druck-Massage). Bei der elektrischen Defibrillation wird mittels großflächiger Elektroden ein Stromstoß auf den Körper des Betroffenen abgegeben. Dadurch soll das ungeordnete Fibrillieren der Herzmuskelfasern unterbrochen und in eine regelrechte Aktion überführt werden. Da der Stromstoß jedoch auch andere Muskeln erreicht, "zuckt" der Patient hierbei insgesamt zusammen.

Frühdefibrillation durch nichtärztliches Personal

  • Da bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes also lebenswichtige Minuten vergehen, ist zu überlegen, ob die Maßnahme der Frühdefibrillation auch an nichtärztliches Personal übertragen werden kann. Die Industrie hat hierzu moderne, automatische Defibrillatoren entwickelt, die das EKG des Patienten über Elektroden aufnehmen, auswerten und bei Vorliegen von Kammerflimmern eine Defibrillation empfehlen. Der Stromstoß muss vom Anwender jedoch selbst ausgelöst werden. Die medizinische Fachkompetenz ist bei diesen Geräten quasi eingebaut. Diese automatisierten externen Defibrillatoren (AED) können selbst die Indikation zur Defibrillation stellen.
  • Da diese Geräte sehr sicher in der Anwendung sind, haben sich verschiedene medizinische Fachgremien mit der Frage beschäftigt, ob auch Nichtärzte, also Rettungsassistenten, aber auch Sanitäts- und Ersthelfer defibrillieren können und dürfen. In den Leitlinien des European Resuscitation Council (ERC) heißt es hierzu: "Das ERC unterstützt nachdrücklich das Konzept der Frühdefibrillation innerhalb der Überlebenskette. Um das Ziel der Frühdefibrillation zu erreichen, ist es unerlässlich, nicht-ärztlichem Personal die Defibrillation unter bestimmten Bedingungen zu erlauben. Der wissenschaftliche und klinische Beweis spricht mit überwältigenden Daten für diese Strategie." Auch die Bundesärzte der Hilfsorganisationen haben entsprechende Rahmenempfehlungen ausgesprochen.

Qualifizierungsprogramm des Deutschen Roten Kreuzes

  • Zur Zeit entwickelt das Deutsche Rote Kreuz Lehr- und Lernunterlagen zur Frühdefibrillation, um die überwiegend ehrenamtlichen Sanitäterinnen und Sanitäter entsprechend qualifizieren zu können. In Pilotlehrgängen, die Anfang des Jahres durchgeführt werden, sollen die Erfahrungen gesammelt werden, die notwendig sind, um eventuell auch interessierten Ersthelfern diese anspruchsvolle Ausbildung anbieten zu können. Voraussetzung zur Teilnahme an den Pilotlehrgängen ist die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung als Rettungssanitäter und als Sanitätsdienstausbilder. Das Projekt "Frühdefibrillation" erfolgt gemäß den Empfehlungen der Bundesärzte. Eine ärztliche Überwachung des Projektes ist unbedingt erforderlich.

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Erste Erfahrungen / Frühdefibrillation im Fußballstadion

  • Bei einem Heimspiel des 1.FC Kaiserslautern gegen Hertha BSC Berlin konnte ein Zuschauer erfolgreich wiederbelebt werden, weil die von den im Stadion anwesenden Sanitätern durchgeführte "Frühdefibrillation" durch Notarzt und Rettungsassistent sofort medikamentös weitergeführt wurde. Der Patient hat überlebt und kann die Fußballspiele "seiner" Mannschaft begeistert weiterverfolgen. Der halbautomatische Defibrillator hat in der Hektik des Fußballspiels (während der 5-minütigen Wiederbelebungsphase wurden zwei Tore erzielt!) sehr viel Ruhe und Sicherheit gebracht.


 

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Blutspendetermine

2.7.2012

10.9.2012

26.11.2012

Die Blutspendetermine finden
im Bürgerhaus Maikammer
(Marktstr. 8)
von 15:30-20:30 Uhr statt.

Sie befinden sich hier: Start Ausbildung AED - Frühdefibrillation



Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Maikammer

Immengartenstr. 19
67487 Maikammer

Tel.: 0 63 21 - 5 71 09
Email: info@drk-maikammer.de

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